Verfahren
Konzentrative Bewegungstherapie KBT
Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist ein tiefenpsychologisch fundiertes,
beziehungsorientiertes Körperpsychotherapieverfahren.
Die KBT nutzt Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage von Erfahrung und Handlung.
Unsere Sprache drückt bereits aus, wie Gefühl und Körper miteinander verbunden sind: „…ich kann meinen
Standpunkt nicht vertreten…“, „die Angst sitzt mir im Nacken…“, „…ich verliere den Boden unter den Füssen…“ Die
KBT stellt diesen Zusammenhang in den Mittelpunkt und regt dazu an, körperlich-seelische Zusammenhänge wahrzunehmen,
z.B. die Reaktion der Atembewegung oder die Veränderung der Körperhaltung/-spannung in bestimmten Situationen.
Die Arbeit mit dem Körper ist der zentrale Zugang dafür, um mit sich selbst wieder mehr in Kontakt zu
kommen, seine Bedürfnisse zu spüren und diese in Beziehungen zu leben.
Unsere Lebensgeschichte prägt unsere Körperhaltung, unsere Mimik, Gestik, die Atmung, die Stimme und
unsere Art uns zu bewegen und auszudrücken.
Körpergebundene Erfahrungen und Haltungen können in der KBT bewusst gemacht und bearbeitet werden. So kann
bisher rational Verarbeitetes mit dem emotionalen und körperlichen Erleben verknüpft werden. Die KBT bietet
Zeit und Raum für Erlebnisse und Erfahrungen mit sich, dem Raum, Materialien, dem therapeutischen Gegenüber
oder auch in einer Gruppe.
Das Erlebte wird anschließend in Form von Gesprächen mit der TherapeutIn, Gruppenmitgliedern oder schriftlichen
Notizen verbalisiert, reflektiert und in Beziehung zum Alltag gesetzt.
In den Therapiestunden reagiert die Therapeutin individuell auf die Situation, die sie vorfindet, das, was sie hört
und das, was sie vom körperlichen Ausdrucksgeschehen wahrnimmt.
Eine Besonderheit der KBT ist die Arbeit mit Gegenständen (Symbolen) und das handlungsorientierte Vorgehen.
Gegenstände können unter anderem als Symbol zum Selbstausdruck, z.B. das Suchen eines Gegenstandes für das momentane Befinden eingesetzt werden.
So kann das, was momentan nicht in Worte gefasst werden kann, zunächst über einen Gegenstand symbolisiert und später verbalisiert werden.
Das handlungsorientierte Vorgehen ermöglicht das Durchspielen von alternativen Verhaltensmöglichkeiten unter Einbeziehung des
körperlichen Erlebens im geschützten therapeutischen Rahmen. So können neue Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten im Alltag vorbereitet werden,
z.B. zum Thema „Brauche ich mehr Abgrenzung und wie geht das konkret?“ Handlungskompetenz, Selbstvertrauen und Beziehungsfähigkeit werden gestärkt.
Für den Alltag eröffnen sich überraschende Lösungswege und Spielräume.
Die KBT eignet sich zur Selbsterfahrung, Stabilisierung oder als Antistressprogramm. Sie ist auch bei krankheitsbedingten Störungen begleitend hilfreich, wie z.B. neurotische, somatoforme Störungen, Essstörungen, Belastungsstörungen. Sie ist für Erwachsene und Kinder geeignet.
Gerne zeige ich Ihnen die Möglichkeiten der KBT in einer Probestunde.
weitere Infos: www.dakbt.de
